Fachtagung „Digitale Zukunft” – 10 Jahre Eltern-Medien-Beratung

Am 4. September fand der Fachtag mit anschließendem Festakt 10 Jahre Eltern-Medien-Beratung in Brandenburg in der Fachhochschule Potsdam statt.

Die Digitalisierung durchdringt den Familienalltag. Smart Devices werden im heimischen Wohnzimmer zunehmend willkommen geheißen. Digital Toys halten Einzug ins Kinderzimmer. Sprachassistenzsysteme warten geduldig auf ihren Einsatz. Waren die digitalen Systeme bislang weitestgehend optisch mit eindeutig identifizierbaren Geräten verbunden, verschwinden die Technologien inzwischen hinter gängigen Alltagsgegenständen und begleiten Kinder von Geburt an.

Was das für das Zusammenleben von Familie, den Besuch von Spielfreundschaften und die gelebte Medienerziehung bedeutet und welche Aufgaben sich für den Jugendmedienschutz stellen, diskutierten

  • Dr. Claudia Lampert – Leibniz-Institut für Medienforschung, Hans-Bredow-Institut (HBI)
  • Prof. Dr. Friederike Siller – Technische Hochschule Köln
  • Marlen Korn – Internet für Kinder, jugendschutz.net

mit vielen weiteren ExpertInnen im Rahmen der Workshops und Diskussionen.

Im anschließenden Festakt würdigten Jugendstaatssekretär Dr. Thomas Drescher und die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg Dr. Anja Zimmer die Arbeit der Referenntinnen und Referenten im Projekt.


Elternabende zur Medienerziehung im Schuljahr 2017 / 2018

Schulen, Kindertagesstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können ab sofort wieder Referenten für Elterninformationsveranstaltungen zur Mediennutzung in der Familie anfragen. Das Projekt Eltern-Medien-Beratung der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. (AKJS) zur Durchführung von Elternabenden wird von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und dem Land Brandenburg  finanziell unterstützt. Die AKJS bietet seit 2009 diese Veranstaltungen an. Jährlich finden über 100 Elternabende in Brandenburg statt mit mehr als 2000 teilnehmenden Eltern.

Informationen für Eltern

Die Referentinnen und Referenten haben eine zertifizierte Weiterbildung der Aktion Kinder- und Jugendschutz (in Kooperation mit dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg) absolviert und vermitteln ihr Wissen zum Umgang mit digitalen Medien u.a. auf Elternabenden, in Gesprächskreisen und Seminaren in Schulen und Kindertagesstätten, an Volkshochschulen und in Familienbildungsstätten. Eltern können sich zu Themen wie Handy und Smartphone, Computerspielen und Internetnutzung informieren und Sicherheit in der Begleitung der Mediennutzung ihres Kindes gewinnen. Wir bieten folgende Themen an:

  • Für Eltern von Vorschulkindern: „SpongeBob, Löwenzahn & Co. – Lust und Last von Fernsehen und Computer in der Erziehung”,
  • Für Eltern von Grundschulkindern: „Kinder im Internet – Was Eltern wissen sollten“,
  • Für Eltern von Jugendlichen: „Internet, Smartphone & Co. – die Faszination der digitalen Welt: Medienkompetenz für Jugendliche”.

Kosten:

Das Programm wird von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und dem Land Brandenburg gefördert. Zur vollständigen Deckung der Kosten erheben wir einen geringen Eigenbeitrag in Höhe von 40 Euro.

Anfragen:

Interessierte Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder Familienbildung können sich unter www.eltern-medien-beratung.de über das Angebot informieren. Dort können Sie sich über ein Anmeldeformular direkt für einen Elternabend eintragen. Wenn Sie spezielle Fragen oder Themenwünsche haben, schreiben Sie an die E-Mail-Adresse anfragen@eltern-medien-beratung.de.


KIM-Studie 2016 – Über die Hälfte der Kinder hat ein Smartphone

77 Prozent aller Sechs- bis 13-Jährigen nutzen nach eigener Angabe zumindest selten einen Computer oder Laptop. Über die Hälfte (53%) der Kinder hat schon ein Smartphone, 42% geben an, dass sie in der Freizeit gerne Handyspiele spielen. Die beliebtete Medienaktivität in der Freizeit ist nach wie vor aber das Fernsehen (52%). Am liebsten treffen Kinder in ihrer Freizeit aber ihre Freunde oder wollen draußen spielen.

Der PC wird von allen Kindern eher zuhause genutzt als in der Schule und jeder Zweite sitzt auch bei Freunden am Computer. Nur zwei Fünftel nutzen Computer in der Schule. Die Wahrscheinlichkeit der Nutzung in der Schule ist bei älteren Kindern an einer weiterführenden Schule (Haupt-/Realschule: 53 %, Gymnasium: 56 %) deutlich höher als bei Grundschülern (27 %).

Wenn Computer in der Schule genutzt werden, dann vor allem in einem speziellen Fachunterricht wie Informationstechnische Grundbildung (ITG), häufige Fächer sind daneben Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. Hauptsächlich wird der PC in der Schule genutzt um Texte oder Wörter zu schreiben, an zweiter Stelle steht die Recherche im Internet.

Zu Hause wird für die Schule recherchiert …

Zuhause wird der PC von den meisten Schulkindern genutzt um für die Hausaufgaben im Internet zu recherchieren, weiter werden zuhause am Computer Texte für die Schule geschrieben oder Lernprogramme genutzt. Je älter die Kinder sind, desto höher ist der Anteil der Schüler, die zuhause generell einen Computer für die Schule verwenden. Schon bei den sechs- bis siebenjährigen Computernutzern sucht dann jeder Zweite (48 %) wöchentlich im Internet nach Schulthemen. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil bis auf 90 Prozent beiden Zwölf- bis 13-Jährigen an (8-9 Jahre: 60 %, 10-11 Jahre: 75 %). Insgesamt betrachtet wird deutlich, dass die Nutzung von Computer und Internet als Mittel zur Wissensvermittlung eher zuhause als in der Schule stattfindet.

… am liebsten auf Youtube

Eine besondere Rolle bei der Recherche für Schulthemen im Internet spielt auch YouTube.Etwa jeder vierte YouTube-Nutzer sieht sich dort zumindest einmal pro Woche Videos zu Themen aus der Schule an – vor allem gilt dies für Kinder ab zehn Jahren.


Neue JIM-Studie erschienen

Die neue JIM-Studie ist da und kann ab sofort bestellt werden. Im Rahmen der JIM-Studie 2016 wurden Zwölf- bis 19-Jährige in Deutschland zu ihrem Medienumgang unter anderem im Hinblick auf Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt.

Aus dem Inhalt:

  • Medienausstattung/ Freizeitaktivitäten / Medienbeschäftigung in der Freizeit
  • Glaubwürdigkeit der Medien
  • Bücher und Lesen
  • Radio, Musik, Spotify & Co.
  • Technische Aspekte der Internetnutzung / Inhaltliche Aspekte der Internetnutzung
  • WhatsApp, Instagram, Snapchat & Co.
  • TV, YouTube, Netflix & Co.
  • Wikipedia, Google & Co.
  • Digitale Spiele
  • Smartphone und Schule
  • Mobbing im Internet
  • Smartphone: Digitaler Stress oder Selbstbestimmung

Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information durchgeführt. Neben einer aktuellen Standortbestimmung sollen die Daten zur Erarbeitung von Strategien und Ansatzpunkte für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit dienen.

Die JIM-Studie ist als Langzeitprojekt angelegt. So werden einerseits allgemeine Entwicklungen und Trends kontinuierlich abgebildet und dokumentiert, gleichzeitig werden in den einzelnen Untersuchungen spezifische Fragestellungen realisiert, um aktuelle Medienentwicklungen aufzugreifen.

Quelle: mpfs

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